Trans, Glanz und Elend

Hier gehts zum NZZ-Artikel – schon etwas älter, aber das Buch ist und bleibt lesenswert. Emanuelle Bayamck-Tams Roman „Die Prinzessin von.“ – ein schillerndes Meisterwerk in mäßiger Übersetzung Georg Renöckl ⋅ Zum ersten Rendez-vous erscheint Marie-Line dezent geschminkt, mit bis zum Hals geknöpfter Bluse, Satin-Täschchen und teurem Tweed-Rock. Armand, auf dessen Kontakt-Annonce sie geantwortet hat,… Trans, Glanz und Elend weiterlesen

Im Keller fischen: Paulus Hochgatterer im Porträt

Lese-Empfehlung: Paulus Hochgatterers Essay-Sammlung „Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe. Eine Poetik der Kindheit“. Sehr anregend, nächstens vielleicht mehr dazu. Wer sich für den Autor interessiert, findet hier ein kurzes Porträt, das ich für die NZZ geschrieben habe. Oder hier:   «Es kann aber immer auch alles ganz anders sein»   Der 1961 geborene Wiener Paulus… Im Keller fischen: Paulus Hochgatterer im Porträt weiterlesen

Die neue Lust am alten Fleisch

Sehe gerade, das gibts auch online: Ein Artikel mit lustigem Vorspann (ich wars nicht!) aus dem aktuellen Falter-Buch „Wien wie es isst“ Diverse zum Artikel passende Adressen gibt es hier. Wenn es Österreich in einem Ranking abseits der Skipiste an die Weltspitze schafft, verheißt das selten Gutes. So auch beim Fleischkonsum: Der ungesunde Platz vier… Die neue Lust am alten Fleisch weiterlesen

Paris: Linkes Ufer

Hier gehts zum Presse-Artikel vom 18. 09. 2009 Das größte Pariser Stadterneuerungsprojekt seit Baron Haussmann steht vor seinem Abschluss. Zur Erinnerung: Es war der Baron mit dem deutschen Namen, der als Pariser Präfekt die „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“ so umbaute, wie wir sie heute kennen. Auf Geheiß Napoleons des Dritten ließ er alte Viertel abreißen… Paris: Linkes Ufer weiterlesen

Fauchon: La vie en pink

Zur Abwechslung leichtere Kost aus Paris – hier gehts zum Presse-Schaufenster Artikel über Fauchon. Die Verpackungsidee kennt man von Tankstellenshops und Autobahnraststätten: Eine praktische Box mit dreieckigem Grundriss, die sich leicht öffnen lässt, schützt ein weiches, diagonal durchgeschnittenes Sandwich beim Transport. Gegessen wird irgendwo, im Stehen oder Gehen, Besteck braucht man keines. Der Inhalt der… Fauchon: La vie en pink weiterlesen

Kopfüber ins Happy End

Interessante Überschrift, finde ich (ist nicht von mir) – hier gehts zum NZZ-Artikel vom 24. 01. 2012 öck. ⋅ Als «letzte höfliche Geste des sich verabschiedenden Bewusstseins» zieht diese Geschichte vor dem geistigen Auge eines Mannes vorüber, der gerade kopfüber von einem Gebäude stürzt. Doch auch wenn der Ich-Erzähler nicht ausgerutscht wäre, hätte es kein… Kopfüber ins Happy End weiterlesen

Schrecklich, wunderbar: In der Très Grande Bibliothèque von Paris

Das Bibliotheks-Porträt erschien im März 2010 in der Zeitschrift „Literatur und Kritik“ Wer in Paris nach Büchern stöbern will, der geht an die Seine, wo die Bouqinisten ihre Stände haben. Die wie überdimensionierte Blumenkästen am Ufergeländer aufgehängten Bücherschachteln gehören zwar zum Paris-Klischee wie Eiffelturm und Café-Croissant, doch ist es hier nach wie vor möglich, zwischen… Schrecklich, wunderbar: In der Très Grande Bibliothèque von Paris weiterlesen

Die Möglichkeit einer Brücke

Hier gehts zum NZZ-Artikel vom 14. 1. 2012 (Der hat einen anderen Titel). Mathias Enards Michelangelo-Phantasie Georg Renöckl ⋅ Ausser einem Platz und einer Moschee, die seinen Namen tragen, erinnert in Istanbul heute nicht mehr viel an Sultan Bayezid II. Dabei verfolgte der von 1481 bis 1512 regierende Osmane ehrgeizige urbanistische Pläne: Durch eine Brücke… Die Möglichkeit einer Brücke weiterlesen

Kindheit unter vergiftetem Himmel

Hier gehts zum NZZ-Artikel vom 11. 01. 2012 „Strichcode“, das Prosadebüt der Ungarin Krisztina Tóth, ist ein erschütterndes Protokoll seelischer Verletzungen Georg Renöckl ⋅ Ein wertvolles Federmäppchen ist verschwunden, die Schüler dreier Klassen kommen infrage, den Diebstahl begangen zu haben. Sie werden in einem Klassenzimmer versammelt, wo der oder die Schuldige nach der obligaten Moralpredigt… Kindheit unter vergiftetem Himmel weiterlesen

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Vereint durch die Trennwand

NZZ-Artikel vom 9. 7. 2010 Raucher-Lösung statt Rauch-Erlösung in Österreich Im Café Hawelka, einer ehemaligen Bohème- und nunmehrigen Touristenhochburg der Wiener Innenstadt, gehört eine gewisse Unaufgeregtheit zum guten Ton. In Georg Danzers bekanntem Lied „Jö schau“ wird schließlich auch einem anonymen Nackten das Bleiberecht im Lokal gewährt – nachdem er sich als „elegantester Flitzer von… Vereint durch die Trennwand weiterlesen