Mörder, Dieb, Araber

„Straße der Diebe“ ist der Roman zum Arabischen Frühling – geschrieben von Mathias Enard, einem Autor mit stupendem Wissen über den Mittelmeerraum. Hier die NZZ-Besprechung:  Georg Renöckl 120 000 Kilometer legte der marokkanische Forscher und Gelehrte Ibn Battuta im Lauf seines Lebens zurück. Für Lakhdar, den belesenen Ich-Erzähler in Mathias Enards Roman «Strasse der Diebe»,… Mörder, Dieb, Araber weiterlesen

Upper-Austria as it is

Es gibt Gegenstände, die „liegen gut in der Hand“. Sie wurden von jemandem gemacht, der genau weiß, was er warum tut. Ein ähnliches Gefühl hat sich bei mir beim Lesen des Romans „Die eine Art zu sein“ von Peter Landerl eingestellt: In diesem Text ist jedes Wort am richtigen Platz. Der Text ist von einer… Upper-Austria as it is weiterlesen

Schöne alte Welt

Was wäre gewesen, wenn es das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo nicht gegeben hätte und mit dem Ersten Weltkrieg auch der Sowjetkommunismus und der Nationalsozialismus ausgefallen wären? Hannes Stein spielt das reizvolle Szenario in seinem Roman «Der Komet» durch. Mehr dazu hier in der NZZ.    Georg Renöckl Dass Wiener… Schöne alte Welt weiterlesen

Odysseus fährt Straßenbahn – in Lissabon

Von Hervé Le Tellier gibt es nach „Kein Wort mehr über Liebe“ einen zweiten ausgezeichneten Roman auf Deutsch: „Neun Tage in Lissabon“. Hier die NZZ-Rezension.     Odysseus fährt Strassenbahn   Georg Renöckl Vincent liebt Irene, doch Irene liebt Antonio. Dieser weiss nicht so recht, wen er lieben soll. Er ist Fotoreporter bei einer Pariser… Odysseus fährt Straßenbahn – in Lissabon weiterlesen

Von einem, der auszog, das Lieben zu lernen

Hemmungslos, handlungsprall, erkenntnisarm: der neue Glavinic. Hier meine Besprechung in der NZZ. Georg Renöckl Die Plots allein sind selten das wirklich Interessante an den Romanen des 1972 geborenen Österreichers Thomas Glavinic, der sich als Erzeuger von diffusem Grauen und Ausleuchter der Abgründe hinter alltäglichen Phantasien in die erste Reihe der deutschsprachigen Autoren seiner Generation geschrieben… Von einem, der auszog, das Lieben zu lernen weiterlesen

Geistlose Wissenschaften

Ein wie immer wunderschöner Roman von Andrea Winkler, diesmal sogar mit nacherzählbarer Handlung – hier eine Besprechung in der NZZ.   Andrea Winklers Romansatire Geistlose Wissenschaften   Georg Renöckl ⋅ Lina Lorbeers Albträume haben sich verändert. Nun sind es keine im Sturm schwankenden Leitern oder Seeungeheuer mehr, die der Ich-Erzählerin nächtliche Ängste bereiten, sondern Partys.… Geistlose Wissenschaften weiterlesen

Kraft durch Wut

Hier eine Sammelbesprechung (NZZ) der auf Deutsch erschienenen romans noirs von Dominique Manotti – meiner Ansicht nach die derzeit interessanteste „Krimi“-Autorin aus Frankreich. Auch für Krimi-Snobs einen Versuch wert!   Rabenschwarze Krimis aus Frankreich Kraft durch Wut Unter dem Pseudonym Dominique Manotti schreibt eine französische Wirtschaftshistorikerin rabenschwarze gesellschaftskritische Kriminalromane. Drei Neuerscheinungen bieten Anlass zur Entdeckung einer… Kraft durch Wut weiterlesen

crashkurs in katastrophengrammatik

Zeit für Neues: Kathrin Rögglas Essays und Theaterstücke. Keine vergnügliche, aber eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Hier gehts zur Rezension, NZZ vom 18. 06. 13:   Georg Renöckl ⋅ «Ohne das Städtische könnte ich nicht schreiben und nicht leben», so die bekennende «Katastrophenfilmgängerin» Kathrin Röggla. Beide Themen – Stadt und Katastrophe – ziehen sich auch als… crashkurs in katastrophengrammatik weiterlesen

Kunst nach Vorschrift

Weil ich gerade wieder einmal über den immer wieder beeindruckenden Jacques Roubaud gestolpert bin: Hier ein schon älterer Text über Roubaud, Perec und eines der schrägsten Kochbücher überhaupt. Gemeinsamer Nenner: OuLiPo. Immer wieder schön! (und hier der Link zur NZZ)   Kunst nach Vorschrift Seit bald fünfzig Jahren wird in der Oulipo-Werkstatt «potenzielle» Literatur hergestellt… Kunst nach Vorschrift weiterlesen

MacBeth 2.0

Neues von Olga Flor, lesenswert! Hier gehts zur NZZ-Besprechung.   In ihrem neuen Roman hält die Österreicherin Olga Flor unserer Epoche den Spiegel von „MacBeth» vor. Shakespeares Drama um Machtgier, Schuld und Sühne dient als Hintergrundfolie für eine pechschwarze Satire auf das heranbrechende postdemokratische Zeitalter. Georg Renöckl ⋅ «Strassenkinderhinterhalte» sind zur alltäglichen Gefahr geworden. Bei… MacBeth 2.0 weiterlesen

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