Finster war es im Mittelalter, dann kam die strahlende Renaissance. Europa streifte die Barbarei ab und besann sich seines klassischen Erbes. Fahrende Gelehrte wie Erasmus von Rotterdam zogen durch die Lande, und überall blühten Lebenslust und Gelehrsamkeit auf. Stimmt natürlich nicht. Finster und barbarisch war nicht das Mittelalter, sondern die Renaissance, ist jedenfalls der Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt überzeugt. Bis Christopher Marlowe kam und Leuten wie Shakespeare und später auch Goethe zeigte, wie man Theaterstücke schreibt. Ein faszinierend neuer Blick auf eine zu wenig beleuchtete Epoche und nebenbei auch ein flammendes Plädoyer für die bei uns mittlerweile abgeschaffte humanistische und literarische Bildung. Mehr dazu in Kontext auf Ö1:
Dunkle Renaissance