Nation of Strangers

„Heimat“ ist ein Begriff, mit dem ich wenig anfangen kann. Was das für ein Privileg ist, hat mir Ece Temelkurans Buch „Nation of strangers“ vor Augen geführt. Die türkische Autorin lebt im Exil, seit Erdogan nach dem gescheiterten Putsch seine Kritiker brutal verfolgen lässt. Der Schmerz um die verlorene Heimat ist für sie zunächst eine körperliche Erfahrung, die zu einem Zusammenbruch führt. Das Gefühl der Fremdheit verbindet sie aber nicht nur mit Menschen, die sich aus politischen Gründen eine neue Heimat suchen mussten, sondern auch mit denjenigen, die sich angesichts der politischen Entwicklungen dort, wo sie zuhause sind, zunehmend fremd fühlen. „Unsere Heimat sind wir“ lautet der Untertitel von Temelkurans in Briefform vorliegenden Essays über Heimat und Fremdsein. Profund und poetisch, ein großartiges Buch.

Mehr dazu in „Kontext“ auf Ö1.

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